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Geschichte

 

Genau vor 50 Jahren konzipierte der Firmengründer Åke Nordin in seiner kleinen Kellerfirma den allerersten Rucksack mit einem Aluminium-Tragerahmen.

In den frühen 50er Jahren war ein Rucksack – wie der Name schon sagt – ein Sack, den man auf dem Rücken trug. Der damals 14-jährige Åke Nordin aus dem nordschwedischen Örnsköldsvik kam mit dem damals üblichen Rucksack auf seiner Gebirgstour nicht zurecht: Nach und nach sackte er auf Hüfthöhe zu einem unbequemen, birnenförmigen Behältnis zusammen. Der junge Kreative fackelte nicht lange und baute sich einen Rahmen aus Holz, um das Gewicht gleichmäßiger über den Rücken zu verteilen. Seine Lösung war nicht nur spürbar angenehmer für den Körper, sondern ermöglichte auch das Tragen von schweren Lasten und belüftete zugleich den Rücken.

 

Dieser innovative Rucksackrahmen – das Holz wurde durch das leichtere Material Aluminium ersetzt – bildete im Jahr 1960 den Auftakt zu Fjällräven. Der Rucksack „Lätt“ (leicht), der im Katalog von 1965 aufgeführt wurde, war der erste Rucksack, der einen größeren Markt erreichte.

 

Kurz nach seiner Firmengründung war Åke Nordin der Meinung, dass es auch im Bekleidungs- und Zeltbereich einiges zu tun gäbe:

 

G-1000® Bekleidung

Nordin wünschte sich widerstandsfähige Bekleidung, die - anders als die gute alte Denim-Jeans - Wasser nicht aufsaugen und doch – anders als die damalige Plastikplanen-Regenbekleidung - atmungsaktiv sein sollte. Seine Idee, sich aus schwerem Zeltstoff Jacke und Hose zu schneidern erwies sich als Erfolg versprechend. Und doch war er noch nicht zufrieden und wollte die Gewebe-Eigenschaften noch verbessern. So begann er mit Ski- und Bienenwachs zu experimentieren. Seine Wachs-Mischung sorgte dafür, dass die Kleidung noch widerstandsfähiger, stark wasserabweisend und sogar winddicht wurde. G-1000® war geboren!

 

Das erste Thermozelt

In den 60er Jahren wurden die meisten Zelte aus einlagiger, imprägnierter Baumwolle hergestellt. Ließ die Imprägnierung nach, nahm das Baumwollzelt so viel Feuchtigkeit auf und wurde so schwer, dass es weder ein Vergnügen war darin zu schlafen, noch es zu tragen. Die einzige Alternative waren einfache Zelte aus Synthetikstoff, der entweder so wasserdicht war, dass das Kondenswasser im Zelt blieb, oder so schlecht versiegelt, dass die Feuchtigkeit ungehindert hindurch drang. Ein neuer Zelttyp musste her und nach einigen Prototypen und Tests fand Nordin die Lösung: Ein wasserdichtes Außenzelt (aus Polyestergewebe) und ein atmungsfähiges Innenzelt (aus Polyamidgewebe). Diese Kombination aus Außen- und Innenzelt (Thermozelt) speicherte Wärme, leitete die Feuchtigkeit vom inneren des Zeltes nach außen und blieb selbst nach anhaltenden Regenschauern trocken. 1964 war das erste „Thermozelt“ geboren!

 

Grönland Expedition

Hasse Hellström - einer der berühmtesten Grönland-Experten in Schweden - und eine Gruppe von Gletscherforschern planten 1966 gemeinsam eine Grönland-Expedition. Sie fragten Nordin, ob er Ihnen einige Rucksäcke, Zelte und geeignete Bekleidung zur Verfügung stellen könnte. Die Expedition wurde eine der erfolgreichsten schwedischen Unternehmungen in Grönland und die Bewertung für Nordins bereitgestellte Ausrüstung wurde als „überraschend gut“ bewertet. So entstand die, im Produktkatalog 1968 erstmals abgebildete, G 1000-Jacke „Grönland“ – noch heute ein bewährter Klassiker.

 

 

Aus der kleinen Kellerfirma von 1960 ist das heute weltumspannende Unternehmen Fjällräven geworden. Die Idee ist - auch 50 Jahre später - die gleiche geblieben: Quality Time für alle Outdoor-Freunde!

 

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